gestalterisch anzunähern, dass später nur anhand einiger Details erkennbar wird, dass es sich nicht um "ein ganz normales Haus" handelt. Das muß die Zielsetzung sein, um das Passivhaus zu einer allgemein anerkannten Bauweise zu machen. Die Vielfalt der Architektur darf durch die Bauweise nicht eingeschränkt werden.

Wenn wir uns den Schnitt ansehen, muß man beim wärmebrückenfreien Konstruieren versuchen, mit einem dicken Stift lückenlos die wärmeführende Gebäudehülle umfahren zu können, ohne absetzen zu müssen.

Was in der Theorie einfach erscheint, wird im Herunterbrechen des Maßstabes immer differenzierter, da auch statische, technische und funktionelle Faktoren zum Zuge kommen.

Wir wählten für unser Projekt einen Massivbau bestehend aus Kalksandsteinmauerwerk und Betondecken. Dieses hat im Geschoßwohnungsbau folgende Vorteile:
1. Bauliche Auflagen wie Schall- und Brandschutz sind ohne Mehraufwand erfüllt.

2. Die geforderte Luftdichtigkeit ist auch für das nicht im Passivhausbau geschulte Handwerk problemlos aus-zuführen. Der auf die Decke bzw. Boden geführte Putz reicht zur Luftdichtigkeit aus.

3. Die im Setz- und Schwindverhalten homogenen Baustoffe führen zu sehr geringer Schadensanfälligkeit der Konstruktion.

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4. Beton und Mauerwerk sind hochtragfähige Materialien und führen zu sehr dünnem Wandaufbau, was für den Bauherrn mehr vermarktbare Fläche bringt bei sonst gleichen Außenabmessungen.